Anfänge der Musik

Geschichte der Tonaufnahme

Musik war schon immer ein Teil des menschlichen Lebens. Wir hören überall Musik und ohne sie wäre die Welt nicht dieselbe. Dies wirft die Frage auf, was es uns ermöglicht hat, Musik zu hören. Technologie spielt definitiv eine wesentliche Rolle, aber vor der Entwicklung moderner Aufzeichnungsgeräte gab es bescheidene Anfänge.

Die erste Tonaufzeichnung

Es begann alles Im Jahre 1857, als der französische Drucker und Buchhändler Édouard-Léon Scott de Martinville eine Art „Tonschreiber“ in Paris erfand. Der sogenannte Phonautograf hatte die Fähigkeit, Amplituden des Schalls sichtbar zu machen, indem er den Aufbau des menschlichen Ohrs nachahmte. Ein Trichter fokussierte Schall auf einen Punkt, wodurch eine Membran in Schwingungen gebracht wurde. Diese Schwingung wurde an einen sich bewegenden „Stift“ (Schweinsborste) weitergegeben und auf ein Medium, übertragen. Eigentlich war das Design nur dazu gedacht, Informationen über die Sprachstruktur zu speichern und hatte keine Wiedergabefähigkeiten. Scotts Bemühungen inspirierten dennoch die Arbeit künftiger Erfinder. Erst 250 Jahre später, im Jahr 2008, wurde überraschenderweise eine hörbare Tonaufzeichnung entdeckt, die durch den Phonautografen entstanden war.

Marias Lämmchen

Im Jahr 1877 erfand Thomas Alva Edison den Phonographen. Dies kann als der Beginn der Tonaufzeichnung und Wiedergabe angesehen werden. Edison hat mit 1.093 Patentanmeldungen, allein in den USA, Technologie auf der ganzen Welt beeinflusst. Obwohl auch andere Erfinder Geräte entwickelt hatten, die Töne aufzeichnen konnten, war der Phonograph das erste, das die Fähigkeit hatte, aufzuzeichnen, wiederzugeben und zu reproduzieren. Im Jahr 1887 entwickelte Edison ein ähnliches Gerät wie Scott de Martinville, welches die Fähigkeit hatte, Toninformationen auf einem in Alufolie eingewickelten Zylinder zu gravieren. Dadurch konnte das Gerät sowohl für die Aufnahme als auch für die Wiedergabe von Ton verwendet werden, aber die Alufolie war empfindlich. Um diese Probleme anzugehen, entwickelte sein Konkurrent Alexander Bell ein zylinderförmiges Speichermedium auf Wachsbasis, das sich als viel haltbarer erwies, bessere Klangqualität ermöglichte und in der Öffentlichkeit besser akzeptiert wurde. Aufgrund seiner Erfindung gilt Thomas Edison auch als Großvater moderner Plattenspieler. Viele Anwendungen für Tonaufnahmen wurden erwogen, darunter sprechende Puppen, Geschäftsdiktate, Spracherhaltung und Familiengeschichte. Aber schon bald nahmen die Aufnahme und die Verbreitung von Musikaufzeichnungen den Löwenanteil des Tonträgermarktes ein.

Wie funktioniert der Phonograph?

Der Phonograph besteht im Wesentlichen aus einen Medium, das aus einem in dünne Folie eingewickelten Zylinder und einer sehr dünnen Membran besteht, die als Diaphragma bezeichnet wird und an einer Nadel befestigt ist. Schallwellen werden dann auf die Membran gerichtet, wodurch diese vibriert. Eine Handkurbel wird verwendet, um den Alufolienzylinder zu drehen, während die Nadel die Vibrationen von der Membran aufzeichnet. Der Ton wird durch die Nadel und den Verstärker an der Ausgangsseite der Maschine abgespielt. Die Nadel wird in die Rille gesetzt und der Zylinder wird auf Anfang gestellt. Dann spielen die Schwingungen die aufgenommenen Töne ab. Die Wachs-Zylinder-Spieler der Edison Entertainment Company waren bis in die 1920er Jahre in Betrieb.